Paradiddle und Erdbeer-Sahne-Rolle oder konstruktive Destruktion

Gestern war Pausentag. Sonntag. Doch heute konnte ich wieder Üben. Also um 14 Uhr in den Keller und losgelegt. Fußgelübde, klar. Aber auch ein neues Thema für In-Depht-Learning. Paradiddle. Was das mit einer Erdbeer-Sahne-Rolle des alteingesessenen Bäcker Weible im Stuttgarter Heusteigviertel zu tun hat?

Diese Woche: Paradiddle

Ich spielte mich also langsam ein … zuerst Singles, Doubles und dann Paradiddles, die für diese Woche meine steten Begleiter sein würden. Nach etwa 45 Minuten war Zeit für eine kleine Pause, Kaffee und die besagte Erdbeer-Sahne-Rolle.

Konstruktive Destruktion

Effektiv, wie ich nun mal bin, erinnerte ich mich an eine von Reinhard Flatischlers Übungen. Während wir einen Rhythmus mit Schritten und Stimme entwickelten, forderte er uns auf, mit der rechten oder linken Hand ein Dreieck oder eine liegende Acht in die Luft zu malen, oder – schwieriger noch – zu winken.

Ich würde heute ein Stück Erbeer-Sahne-Rolle essen, während ich mit den Füßen Paradiddles klopfe.

Auf dem Video kannst du in etwa erkennen, wie es mir ging …

Immer wieder scheinen die neuronalen Verbindungen gestört zu werden. Der Paradiddle ist dann nur schwer zu greifen. Funkfeuer bratzeln dazwischen.

Später habe ich es noch mit Dreiecken und  Achten getan. Das sah dann so aus:

Und das war mein Gesicht dabei:

Starke Störungen durch Erdbeer-Sahne-Rolle

Du siehst: Einmischungen anderer, vom eigentlichen Spielen unabhängiger Tätigkeiten erzeugt starke Störungen. Destabilisiert die zarten Bewegungsmuster.

Ich vermute, dass in diesem Moment neuronale Strukturen aufgebrochen werden. So entsteht Platz für neue Verknüpfungen. Und Autonomie.

Wenn meine Füße Paradiddles oder sonstewas stabil weiterspielen, während ich oben anderen Tätigkeiten nachgehe, würde ich sie als autonom bezeichnen.

Großes Kino ist auch Schreiben, während des Spielens. Vielleicht zeige ich es später mal.

Paradiddles und kein bisschen Langeweile

Jedenfalls habe ich heute 180 Minuten Paradiddles geübt. Mit Metronom, frei Zählen, frei Spielen und auch wieder zu diversen Playlists.

Ich finde es so faszinierend, auf welches Niveau ich komme, wenn ich mich zwei Stunden eingespielt habe. Und ich sage dir eines: Es war zu keiner Minute langweilig.

 

 

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