Lockere statt faule Handgelenke

Kennst du Schnappi?

Schnappi – das kleine Krokodil. Eigentlich ein liebes Tier, oder? Aber es gibt einen Ort, an dem es nichts zu suchen hat.

Zumindest wenn ich Andy Witte folge und ihn als meinen Lehrer akzeptiere. Der Ort, an dem es nichts zu suchen hat, sind die …

… Finger am Stock.

Schnappi macht das Handgelenk faul, so Andy. Und beeinflusst das Timing jenseits des natürlichen Bewegungsflusses.

Hier hab ich schon mal darüber geschrieben.

Aber was ist das Gegenteil von Schnappi?

Festhalten?

Bestimmt nicht.

Locker festhalten? Keine Ahnung. Ich bastel schon so lange an der richtige und symmetrischen Stockhaltung herum.

Großer Andy meint

Andy meint, der Stock wird zwischen Daumen und Zeigefinger wie zwischen einem dicken Handschuh gehalten. Fest und weich zu gleich.

Dabei wiegt er sich über das abgewinkelte 2. Glied des Mittelfingers.

Ich kann das spüren. Genauso, wie ich oft spüre, wie die Finger aufgehen und Schnappi schnappt.

Immerhin.

Doch heute habe ich mich zu einer radikalen Maßnahme hinreißen lassen.

Das Fingerbondage

Ich habe mir je ein Klettkabelbinder (Klettkabelbinder bei Amazon *) um die Finger gewickelt. Die Folge: Schnappis Schnauze war zugebunden. Kein Schnappen mehr.

Ok, ich gebe zu, ziemlich fies für das kleine Krokodil. Aber effektiv.

Das Handgelenk kommt in Bewegung und wird gestärkt.

Übung

Ich habe Rudiments und Groove-System je 2 Minuten geübt.

  • Singles
  • Doubles
  • Paradiddle
  • +xxx, x+xx, xx+x, xxx+
  • ++xx, x++x, xx++, +xx+

Multipliziert mit 2 Minuten: 22 Minuten Übzeit + je 15 Sekunden loslassen

Fazit

Das Time war am Anfang noch holperig, glättete sich aber schnell.

Ich spüre den Effekt der Übung nicht nur jetzt als warm durchblutete Handgelenke.

Nein, schon unmittelbar danach frei gespielte Systeme liefen deutlich geschmeidiger statt.

Probiere es aus!

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