Heute fühlte ich mich gut gerüstet. Hab gleich die Snare nach vorne geschoben und das zweite Pearl-Pedal links positioniert. Dann ging es los. Doch zuvor musste ich mich natürlich vorbereiten. Und das ging so:
Vorbereitung auf den Unterricht
- Andys mündliche Übung als Audio aufnehmen, z. B. Thema ‚Lockerheit‘ für die Leser von 10khdrum.com
- Ansonsten vorspielen, Füße
- Rudiment
- Weaker Side
- Stick Control
- Lesen
- Frage: Akzente und Groove System im Fuß. Wie laut leise.
- Zuvor im Keller am Practice Pad warmspielen
Unterricht
Vorspielen lief prima. Wir konnten uns auf gutem Niveau verständigen. Hier kannst du einen Blick auf den Unterrichtsaufschrieb werfen:
Kannst du dir vorstellen, wie ich immer wieder zum Notizbuch gerannt bin?
Aber es hat mir gut gefallen.
Die Sache ist die: Mit Bleistift, Papier, Radiergummi und Unterlage arbeite ich einfach total gerne.
Die Waage
Andys Freude über meine Bass-Drum-Gelübde war durchaus vorhanden. Er meinte: Wenn man sich eine Waage vorstellt und auf der einen Seite lägen alle Zeiten, die dem Handspiel und auf der anderen alle, die dem Fußspiel gewidmet sind, wäre evident, wie groß das Ungleichgewicht ist.
Anregungen von Andy Witte
Das Thema beim Bass-Drum-Spielen ist auch hier, genau wie bei der Hand:
Den Rebound erarbeiten
Zwei Spielweisen
- Der Schlegel bleibt nach dem Aufprall am Fell
- Der Schlegel federt nach dem Aufprall zurück (Rebound)
Weitere Übungen
- /3 (Triolen)
- /6 (Sextolen)
- In Folge: /4 /8 /3 /6 /16
Ferse
Die Ferse gewährleistet die Balance und ist Grundlage für das aufrechte Sitzen. Sie stützt den Lendenwirbel und entlastet Hüfte.
Viele die überwiegend Heel-Up spielen, bekommen über die Jahre Probleme im Rücken, der Hüfte und in den Leisten.
Deswegen ist es hilfreich und wichtig Heel-Down zu üben.
Gut. Ich mach nichts anderes.
Kurzer Ausflug: Pedale
Wandel der Pedale im Laufe der Zeit:
Früher wurden gerne die Ludwig Speed King gespielt. Leicht, schnelle Pedale. Abgelöst wurden sie durch immer schwereres Material, robustere Bauweise einhergehend mit zunehmender Trägheit. Heute sei das Material immer noch sehr solide, aber die Maschinerie auch ausgezeichnet.
Wichtiger Tipp
Für die Auswahl der Pedale solle man sich wirklich ausreichend Zeit nehmen und verschiedene Modelle ausprobieren.
Das Drummers Focus ist zur Zeit mit Pearl Equipment ausgestattet. Und dort konnte ich zwei Pearl Fußmaschinen* vergleichen.
Schon das Pedal ohne Fersenverstellung läuft so sicher, geschmeidig und solide, dass ich jedes Mal hin und weg bin, wenn ich von meinen Tama Iron Cobra* umsteige.
Aber das mit der Fersenverstellung fühlt sich perfekt an.
Schlafenszeit
Im Grunde – so Andy – müsse das Set so angepasst sein, dass man das Gefühl habe:
Du liegst im Bett
Tipps für Ergonomie am Schlagzeug:
Freddie Gruber
Egal, ob eine oder viele Instrumente im Set: Die Ergonomie ist die Grundlage für den Aufbau.
Das Set ist für mich da, nicht ich für das Set.
Lautstärke differenzieren (Groove System, Akzente)
Ganz klar äußerte sich Andy nicht dazu. Er setzte sich ans Set und probierte aus. Er meinte, dass sei etwas für später. Aber auf jeden Fall erlernenswert.
Egal. Ich pirsche mich daran.
Und du?
Bleib dran!
Kay – der an der Balance arbeit
Nachtrag: Als Andy mir mit dem linken Pedal Laut-Leise zeigen wollte, sah ich seine Weaker Side …

